ADAC GT Masters
Red Bull Ring
Marvin Dienst trotz Pech an der Spitze

110626(27.06.2011) Als Gesamtführender reiste Marvin Dienst zum dritten Saisonrennen des ADAC Kart Masters ins bayerische Ampfing und lieferte auch dort wieder eine Topleistung ab. Am Ende kostete ihn jedoch eine Startkollision wichtige Meisterschaftszähler.

Schon in den freien Trainingssitzungen am Freitag wurde deutlich, dass die Konkurrenz auch an diesem Wochenende mit Marvin Dienst rechnen muss. Der Youngster zählte jeweils zu den Schnellsten und holte im Zeittraining den guten zweiten Gesamtrang im 56 Mann starken Feld. Damit hatte er eine perfekte Ausgangsposition für die anstehenden Vorläufe und fuhr jeweils einen Sieg ein.

Mit null Strafpunkten auf seinem Konto, durfte er im ersten Rennen am Sonntagmorgen aus der zweiten Startposition auf die Reise gehen. Doch diesmal sorgte das Wetter für zusätzliche Spannung. Die Strecke war leicht feucht und erschwerte die richtige Reifenwahl. „Die Ideallinie trocknete leicht ab, aber es war noch zu nass um mit Slicks zu fahren“, verriet der Schützling des ADAC Nordbaden im Ziel. Das Rennen war dann an Spannung kaum zu überbieten. Während der Führende enteilt war, lieferte sich Marvin einen packenden Kampf um Position zwei. Nach mehrmaligen Positionswechseln fiel die Entscheidung erst in der letzten Runde. Marvin war Dritter, geriet dann aber leicht auf die feuchte Außenbahn und wurde letztlich Fünfter. Eine nachträgliche Disqualifikation eines Kontrahenten spülte ihn auf Rang vier vor. „Ein unglaubliches Rennen. Du durftest dir über die Gesamtrenndistanz keinen Fehler erlauben und musstest immer 100% attackieren. Unser Luftdruck war nicht ganz perfekt, am Ende habe ich aber wichtige Punkte eingefahren“, analysierte Marvin die Geschehnisse.

Zum zweiten Durchgang am Nachmittag war der 1.063 Meter lange Kurs komplett abgetrocknet. Aus der zweiten Reihe gelang Marvin ein perfekter Start und er bog als Zweiter in die erste Kurve ein. Doch ein „Schuppser“ von hinten wurde ihm zum Verhängnis. Marvin drehte sich und musste das gesamte Feld passieren lassen. Wieder in richtiger Fahrtrichtung startete er eine einzigartige Aufholjagd. Im Ziel hatte er 23 Piloten überholt und war guter Elfter. Zusätzlich durfte er sich über die schnellste Rennrunde freuen. „Auch wenn das Ergebnis nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht, hatte ich richtig Spaß bei den vielen Überholmanövern. Das Kart lief perfekt, ein großer Dank an mein Team, meine Eltern und meine Förderer“, der Solgat Motorsport Schützling am Abend. In der Gesamtwertung hat der Schüler nach dem Vorfall im zweiten Durchgang sein Punktepolster eingebüßt und führt dieses nun punktgleich mit einem Kontrahenten an.

Nun kann Marvin zehn Tage verschnaufen, bevor auf ihn ein wahrer Rennmarathon wartet. Im Juli finden für den Lampertheim gleich vier Rennen in Folge statt. Darunter auch das Highlight des Jahres, die Kart Europameisterschaft im spanischen Zuera vom 21.-24. Juli.

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