Marvin Dienst beendet 24h von Spa auf Rang vier im Bronze Cup

Die CrowdStrike 24 Hours of Spa gelten als das größte GT3-Rennen der Welt und auch die 2026er-Auflage wurde ihrem Ruf gerecht. Vor der Rekordkulisse von 132.000 Zuschauern kämpften 69 GT3-Fahrzeuge zweimal rund um die Uhr um den Sieg in den Ardennen. Für Marvin Dienst und Winward Racing endete der Langstreckenklassiker nach einem intensiven Wochenende auf Rang vier im Bronze Cup und Platz 21 im Gesamtklassement.

Mit hohen Erwartungen war der Lampertheimer gemeinsam mit Gabriele Piana, Rinat Salikhov und Daan Arrow in das Saisonhighlight gegangen. Der Mercedes-AMG GT3 war gut vorbereitet, das Team arbeitete über das gesamte Wochenende fehlerfrei und die Ausgangslage stimmte. Doch schon früh im Rennen musste die Startnummer 87 einen ersten Rückschlag hinnehmen: Nach einem Kontakt mit einem Mitstreiter wurde die Beleuchtung des Mercedes-AMG beschädigt, ein Nachteil, der besonders mit Blick auf die lange Nachtphase schwer wog.

„Wir hatten in diesem Jahr ein gutes Auto und das Team hat einen mega Job gemacht. Leider waren wir gleich zu Beginn wieder etwas unglücklich unterwegs und haben durch den Kontakt Scheinwerfer verloren. Gerade bei einem 24-Stunden-Rennen in Spa ist das für die Nacht natürlich alles andere als ideal“, fasste Marvin zusammen.

Zusätzlich forderte eine Hitzewelle Mensch und Material. Bei hohen Temperaturen entwickelte sich der Klassiker in den Ardennen zu einer enormen Belastungsprobe. Während Winward Racing auf der Teamseite ohne größere Probleme arbeitete, verhinderten kleine Fehler und Zeitverluste ein besseres Resultat. Bereits im Qualifying hatte die Mannschaft die Superpole knapp verpasst. Mit Rang 33 fehlte nur wenig, um in die entscheidende Session der besten Fahrzeuge einzuziehen.

„Das Wochenende war gemischt. Platz vier im Bronze Cup ist grundsätzlich ein Ergebnis, mit dem viele Teams zufrieden wären. Gleichzeitig hatten wir uns mit unseren Erwartungen etwas mehr erhofft. Im Qualifying haben wir als erstes Auto die Superpole verpasst, danach standen wir etwas unter Zugzwang. Track Limits und eine Strafe wegen Speeding unter Full Course Yellow haben uns zusätzlich Zeit gekostet“, erklärte Marvin selbstkritisch.

Trotz der Rückschläge blieb das Ziel klar: das Rennen sauber beenden und wichtige Punkte mitnehmen. Genau das gelang. Zum zweiten Mal in Folge sah Marvin Dienst bei den 24 Stunden von Spa die Zielflagge, bereits für sich ein Erfolg bei einem der härtesten GT3-Rennen der Welt. Am Ende stand Rang vier in der Bronze-Wertung zu Buche.

„Wir haben das Rennen beendet, und das ist in Spa nie selbstverständlich. Trotzdem ist es natürlich etwas ernüchternd, weil wir wissen, dass mehr möglich gewesen wäre. Der Endurance-Titel ist durch das Wochenende in weite Ferne gerückt, aber wir geben nicht auf. Es wird einfach mal wieder Zeit für einen Erfolg“, so Marvin weiter.

Für Marvin geht es bereits am kommenden Wochenende weiter. In Misano beginnt für ihn und Winward Racing die Sprint-Cup-Saison im Bronze Cup. Nachdem die Klasse beim Auftakt in Brands Hatch nicht am Start war, wartet nun der erste Sprint-Einsatz des Jahres. Gemeinsam mit dem Team möchte Marvin dort wieder angreifen und die nächsten Punkte sammeln.